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"Boréales" - piano solo


 

 

TAGES ANZEIGER
Original

Der welsche Jazzpianist Yannick Délez vertont das Nordlicht – virtuos an den Tasten und beim Mischen der Stile.

Dieses Album ist wie eine Flaschenpost, zufällig an den Strand des Kunstbetriebs gespült. Denn bisher kannte man Yannick Délez, diesen welschen Pianisten, höchstens durch sein Mitwirken bei «Piano 7», einem Grosskonzert mit sieben Klavieren. Auf seinem neuen Soloalbum sucht der 38-Jährige nun das Gegenteil des Spektakels: Mit zumeist leisen Tönen ist er auf Betörung aus. «Boréales» («Nordlichter») heisst sein Album. Und in der Tat ist Délez’ Musik so zauberisch und geheimnisvoll wie dieses Lichtphänomen.

Zuerst glaubt man, einer Minimal Music zu lauschen. Im Titelstück «Boréales» verharrt die Musik in einer Sechzehntelfigur im oberen Klavierregister. Das nachtträumerische Motiv packt die Aufmerksamkeit durch Monochromie und Monotonie. Doch die Patterns wandern in die mittleren und tiefen Lagen. Und darüber erhebt sich eine Melodie, alles übersingend, aus der schliesslich eine Improvisation hervorgeht. Wo die Musik also in aller Strenge begann, öffnet sie sich ins Lebhafte. Ein Spiel, das sich ähnlich in «Vignette», «Les Sages» oder «Concave» wiederholt.

Flottierende Klangfarben

Délez bietet eine seltene Mischung – vom Minimalismus übernimmt er den Sinn für Trance, vom Jazz die Improvisation, von der romantischen Klavierliteratur die Harmonik. Auch ist er ein ausserordentlicher Virtuose. Das kommt ihm zugute, wo er ostinate Spielfiguren so rasant vorführt, dass sie sich zum feinmaschigen Klangteppich verweben. In «Réminiscence» etwa reiht er minimale Zellen eng aneinander, sodass eine Musik rasch flottierender Klangfarben entsteht.

Dabei behält die Musik immer eine lyrische Note. Sie bleibt Lied. Und Yannick Délez weiss, dass es, bei all der Liedhaftigkeit und nordlichternen Trunkenheit seiner Musik, einen Moment der Ernüchterung braucht. Dienen dazu die kurzen Zwischenspiele? Immer steht darin eine musikalische Grundidee im Mittelpunkt: Einmal sind es parallel geführte Quinten («Miniature I»); einmal ist es das blosse Klangbild des Klaviers in der Tiefe bei rasantem Spiel («Miniature III»); und ein drittes Mal ist plötzlich Johann Sebastian Bach präsent, als Délez eine Art modernistische zweistimmige Invention improvisiert («Miniature V»).

Flirrend und schwirrend

Aber auch Standards verwandelt sich Yannick Délez auf dieser CD an, wobei er diese häufig gespielten Jazzklassiker ins Impressionistische und Unscharfe weiterdenkt. In seiner dezenten Verfremdung von «All The Things You Are» zum Beispiel löst er die Kadenzenharmonik auf, entmagnetisiert sie. Es entsteht eine reizvoll diffus wirkende Musik, flirrend und schwirrend.

Ein Kabinettstücklein ist auch «Solar»: Hier verflüchtigt Délez das ursprüngliche Klangbild des Stücks, aber sozusagen via Purzelbaum. Der Standard wird unter seinen Händen zur akrobatischen Übung in Polyfonie: mit schnellen Einzeltonlinien, die sich in atemraubenden kontrapunktischen Gesprächen ergehen, sich überkreuzen und herausfordern. Aber bei aller Virtuosität deutet Yannick Délez das Stück mehr an, als dass er es ausspielt. Selbst swingenden Jazz präsentiert er nicht in der gleissenden Sonne, sondern lieber im sanft glimmenden Schein der Nordlichter.


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CONCERTO (A)*****

Bemerkenswert, wie der Pianist Yannick Délez etwa mit Jerome Kerns „All The Things You Are“ oder Miles Davis’ „Solar“ umgeht: Er nimmt die Stücke wie ein erfahrener Uhrmacher Teil für Teil auseinander und setzt sie dann – zu seinem eigenen wie zu unserem Erstaunen – wieder zusammen, wobei er zu erhellenden Ergebnissen kommt. Der Enddreißiger aus der französischen Schweiz arbeitet oft mit Pointillismen – blitzschnell hingetupften Zweiunddreißigsteln oder Vierundsechzigsteln, aus denen die stets präsente Melodie hervorblitzt wie eine flüchtige Eidechse. Acht Miniaturen von etwa einer Minute Länge hat Délez wie glitzernde Steine zwischen seine balladesken und dennoch flink voranschreitenden Stücke gestreut. „Boréales“ bietet eine knappe Stunde höchst eigenständige Klaviermusik, die Romantik und Jazz, strenge Form und rhapsodisches Schwelgen unter einen Hut bringt. Großartig.


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FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUG (D)


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JAZZ THING


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ROCKTIMES (D)

Der Schweizer Pianist Yannick Délez wurde am 22.Januar 1972 geboren und brachte sich früh das Pianospielen bei. Später studierte er in Lausanne. Er arbeitete im Laufe seines Schaffens mit so unterschiedlichen Formaten wie im Duo als auch in der Gruppe Piano Seven. Nebenbei unterrichtet er Klavier und Musiktheorie. Nun veröffentlicht er mit "Boréales" ein Soloalbum. 'Nordlichter', so lautet die Übersetzung des Plattentitels, dazu ein Musiker aus dem Süden. Kann er diese Atmosphäre nachempfinden? Eine andere Frage stellt sich bereits nach den ersten Klängen: ist es Jazz, ist es Klassik? Die Musik perlt förmlich aus den Tasten, nicht hart angeschlagen, sondern sanft und fliegend. Nur die linke Hand gibt etwas dunkle, härtere Töne dazu und zusammen bildet das einen interessanten Kontrast. Kontrastreich geht es auch weiter, was sich manche angesichts dessen, dass es sich um eine Soloplatte für Klavier handelt, eventuell nicht vorstellen können. Ein gewisser Hauch von lyrisch-verträumten Momenten trägt uns weiter, hinein in den ersten Fremdtitel, "All The Things You Are" von Jerome Kern. Genau wie auch zum Beispiel "Solar" scheint das Original nur noch ansatzweise, aber mindestens hinsichtlich der Atmosphäre, vorhanden zu sein. Der Pianist scheint die Titel zu zerlegen und wieder auf seine Weise zusammenzufügen. Sehr angenehm geriet so der Titel "Vignette", der sich nach einer hypnotischen Einleitung langsam entwickelt. Aber auch hier ist wieder auffällig, wie zart und behutsam der Schweizer mit den Tasten umgeht. Darüber hinaus höre ich starke Annäherungen an die Musik, wie sie Keith Jarrett in seinen frühen Jahren für das Label ECM aufnahm. Auch er war und ist seit jeher ein Wanderer zwischen den Welten. Ein weiterer Vergleich fällt mir bei "Vignette" auf, der erste Hinweis in Richtung 'Nordlicht', denn fast wie Bobo Stenson aus Norwegen klingen einige Passagen für mich. Das 'Nordlicht' birgt sicher viel an Faszination, wer es je gesehen hat, mag einen Moment des Innehaltens, des Nachdenkens erlebt haben. Eine gewisse innere Freude über dieses Schauspiel kann sich dazu gesellen. Und genau an diesem Punkt dürfte die Musik auf "Boréales" ins Schwarze getroffen haben, denn diese Empfindungen kann Délez durchaus auslösen! Wir hören viel an Melodien, aber auch viele Improvisationen. Ich meine, dass die Elemente klassischer Musik etwas überwiegen, das, was uns andere Soloaufnahmen von Pianisten, wie zum Beispiel Swing von Thelonious Monk, bieten, geht hier meines Erachtens etwas unter. Dieses Jazz-Element ist eher weniger vertreten, zumindest empfinde ich dieses so - dafür eben sehr viele lyrische Momente, die für mich klar in Richtung Jarrett zielen. Die einzelnen Titel verbindet der Pianist mit acht Miniaturen, die gute Übergänge bilden. Virtuos ist er, der Yannick Délez - ganz klasse, wie er spielerisch mit den Elementen umgeht, auch mit hoher Präzision im Anschlag. Die Musik empfinde ich als sehr füllig, obgleich sie manchmal eher wie das Gegenteil wirkt. Hier scheinen sich zwei Gegensätze in der Musik perfekt zu vereinen, ein wahres Kunststück, das dem Künstler hier gelungen ist. "Boréales" ist schon jetzt eine der wohl wichtigsten Piano-Soloplatten des noch jungen Jahres!


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SOUND AND IMAGES (D)

Es gibt nur wenige Solo-Piano-CDs, die einen durchgängig bei der Stange halten können. Entweder man wechselt nach kurzer Zeit sachte in einen schläfrigen Dämmerzustand über oder man bekommt einen nervösen Magen. Beim Schweizer Tastenmann Yannick Délez überkommt einen weder das eine noch das andere. Vielmehr ist gespannte Aufmerksamkeit angesagt. Hier träufelt nichts und auch die eruptiven Schübe, die zumeist nur den Artisten selbst befriedigen, halten sich in engen Grenzen. Trotzdem bleibt genug übrig zum Träumen, zur intimen Kontemplation über das Gehörte und zur respektvollen Anerkennung der gebotenen Leistung. Délez ist ein Feingeist, der sowohl mit romantischer Melodie als auch mit spitzer Improvisation in die Tiefe zu gehen weiß. Neun ausladende Stücke werden mit acht knappen Miniaturen verbunden und das bedeutet kurzweilige Stimmungswechsel. So vergehen die 56 Minuten Spielzeit wie im Fluge. Yannick Délez hat verstanden, wie man Zuhörer mit puritanischen Mitteln fesseln kann.


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MUSIK ANSICHT (D)

Yannick Délez stammt aus der Schweiz und hat sich von frühester Kindheit autodidaktisch mit dem Klavierspiel auseinandergesetzt, um später an der École de Jazz in Lausanne sein Diplom abzulegen. Boréales (Nordlichter) ist seine neue solistische CD und bietet 9 größere Kompositionen, die von kleinen Miniaturen umrahmt werden. Bei einem Jazzer, der solistisch am Klavier sitzt, denkt man wohl immer zuerst an die großartigen Momente eines Keith Jarrett. Doch ein Vergleich wäre hier mehr als ungerecht. Yannick Délez besitzt seinen ganz eigenen Stil der zwar vom Jazz genährt wird, bei dem aber immer wieder ‚Klassiker’ der Klaviermusik durchscheinen. Spontan kommt einem immer wieder Maurice Ravels Werk in den Sinn oder die großartige Musik eines Leos Janacek. Die sehr ausgereiften Kompositionen sind eine sehr gelungene Melange aus diesen verschiedenen Musikarten und Stilen. Sprichwörtlich genreübergreifende Musik. Yannick Délez besitzt dabei neben einer perfekten Technik auch ein feines musikalisches Gespür für Stimmungen und macht so aus Boréales einen Hörgenuss. Man sollte die Musik von Boréales nicht im Hintergrund hören sondern sich ganz auf sie einlassen.


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JAZZ PAGES (D)

Der Schweizer Pianist Yannick Délez liebt die verspielte Romantik und Lyrismus. Auf dem Flügel erzählt er Geschichten von poetischer Eindringlichkeit. Seiner Biografie ist zu entnehmen, dass er die Kunst des Uhrmachers erlernt hat. Wahrscheinlich ist seine Präzision und Anschlagästhetik, seine Fähigkeit, Kompositionen auf den Kern zu reduzieren und wieder zusammenzufügen auf diese Erfahrungen zurückzuführen – wie beispielsweise seine Bearbeitung von Jerome Kerns „All the things you are“ verrät.. „Boréales“ nennt Délez seine neue Solo-CD. Auf ihr spielt er pointilistisch, fast minimalistisch anmutend und dennoch harmonischen Reichtum verratend. Mit Ausnahme weniger Stück wie das abschließende „Réminiscence“ arbeitet der Pianist mit hellen Klangfarben, die - wäre man in der bildenden Kunst – eine impressionistisch lichtdurchflutete Stimmung zaubern. Ostinate Tontrauben und Triller glitzern über fließenden Melodielinien. Délez improvisiert über eine Reihe betitelter Kompositionen und lässt seine perlende sowie verspielte Tastenkunst in viele kleine Miniaturen einfließen. Da drängt sich manchmal der Eindruck auf, dass er in strengen Formen improvisiert – glücklicherweise aber nie akademisch wirkt. Auf „Boréales“ präsentiert der Schweizer Künstler eine reife, und intime, virtuos vorgetragene Musik, die selbst in balladesken Teilen immer beschwingt bleibt und von leichtläufigem Tempo vorangetrieben wird. Ich habe die CD vor der Besprechung dreimal hintereinander angehört und dennoch keinen Moment der Langeweile erlebt. So wünsche ich mir eine Solo-Einspielung.


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"Leinicha" - Chloé Lévy Yannick Délez Duo


 

 

SCHWÄBZEITUNG

MELODIVA
Gesucht, gefunden! Jazzsängerin Chloé Lévy und Pianist Yannick Délez scheinen aufeinander einen unwiderstehlichen, musikalischen Magnetismus auszuüben. Während der zehn Stücke ihres ersten gemeinsamen Albums „Leinicha“ wollen sich Lévys zurückhaltende bis kräftige Vocals und das verspielte Piano Délez’ gar nicht mehr loslassen. Die zwei unterschiedlichen Klänge wirbeln umeinander herum, nähern sich an, umschlingen einander, Kapriolen schlagend, um sich dann, nur scheinbar voneinander lösend, gemeinsam in die Tiefe fallen zu lassen.

Dieses eigensinnige Album fordert volle Aufmerksamkeit. Aber, wer sich darauf einlässt, findet darin eine Eintrittskarte in die bizarrsten Landschaften der Phantasie. Über dem teils sehr rhythmischen und durchgehend dichten Piano, erklingt mal hoch und zerfetzt, mal voll und melodisch der Gesang Chloé Lévys. Die Wurzeln der Sängerin in der Improvisation sind nicht zu überhören. Ihren experimentellen, lyrischen Vocals scheinen erst die Tastenklänge einen tieferen Sinn zu geben. Und am Ende klingt die Musik der beiden Künstler in sich vollkommen logisch. Als habe jeder Ton seinen einzig möglichen Platz gefunden.


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CONCERTO ****

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ONLINE MUSIK MAGAZINE
Überirdisch - Ein kammermusikalisches Ereignis von Rang
Handel und Plattenlabel bieten dieses Album unter der Überschrift "Jazz" an. Wer es zum ersten, zweiten, dritten Mal hört, kann der Zuordnung schlechterdings nicht zustimmen. Chloë Lévy und Yannick Délez präsentieren nicht nur eines der schönsten Alben dieses Jahres, sie überschreiten mit ihrer Musik wie auf gläsernen Schuhen sämtliche Genre-Grenzen. Deshalb finden Sie "leinicha" hier unter dem ambivalenten Begriff "Klassik" - wobei ich einräume, dabei lediglich einer durch Rubriken vage vorgegebenen Pflicht gefolgt zu sein.

Eingespielt 2006 im Osloer Rainbow Studio bei und von Jan Erik Kongshaug, der Legende der Klang-, Ton- und Aufnahmetechnik, gehören die zehn Stücke des Albums zum besten, was in den zurückliegenden Monaten mein Ohr erreicht hat. Chloë Lévy und Yannick Délez haben mit dieser ersten Zusammenarbeit auf Anhieb einen Platz auf der höchsten Sprosse der Qualitätsleiter erobert. Wie hier eine schimmernde, bezaubernde, geheimnisvolle Stimme und ein Pianist von kristallner Reinheit und deutlichem Weltrang harmonieren, ist nahezu einzigartig. Ihre Klangkreationen sind von ätherischer Schönheit, die Adaption des Jazz-Standards "My Funny Valentine" beinahe überirdisch. So außerhalb aller Dimensionen zeigen sich auch sämtliche weiteren Titel, ob Michel Bastets "Opossum", Xavier Goods "Petit Voyage Matinal" oder die sechs Eigenkompositionen von Lévy/Délez.
Die Musenblätter vergeben - nicht allzu häufig - für besondere Leistungen den "Musenkuß". Der ist hier fällig. Doppelt. Chapeau!

Frank Becker


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TELERAMA ƒƒƒƒ

Ça arrive, mais c'est rare : un disque sorti de nulle part qui vous sidère. Leinicha est l'oeuvre de deux inconnus en France. En Suisse, Chloé Lévy, jeune chanteuse américaine helvétisée, et Yannick Délez, pianiste vaudois, ont participé à de nombreux projets (le groupe Piano Seven - sept pianos à queue sur scène - pour Délez). Ce duo-là évoque, dans l'esprit, The Newest Sound around, qui, en 1962, révéla Jeanne Lee et Ran Blake. Il rappelle aussi Susanne Abbuehl. Une musique des bords, de l'entre-deux, une musique d'ailleurs, frangée de mystère et de rêve, ni mer, ni lac, ni rivière, mais dont la liquidité est celle de l'imaginaire. Une musique féminine, mais ni maternelle, ni sororale, ni filiale, ni éthérée. Immatérielle comme le rêve, mais d'une présence irrécusable, avec des formes et des couleurs comme intensifiées.

A l'écoute de la seule « chanson » du disque, My funny Valentine, réharmonisée dans le sens de l'épure, on mesure l'originalité du duo, avec cette voix qui cabriole entre le suraigu, le médium, le grave, sans transition, ce piano d'une impeccable rigueur. Leur fantaisie ailée est sensible dans Opossum, qui doit quelque chose au Chick Corea de Return to Forever. Queen of Sydney ressuscite le souvenir du groupe Oregon. On passe d'émerveillement en émerveillement. Tout est donné avec délicatesse, pudeur, poésie et hyperprofessionnalisme. Quelque chose, décidément, arrive au jazz.
Michel Contat


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JAZZMAN ****

CHRONIQUES DU JAZZ VOCAL
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Finalement, c'est le fruit d'une rencontre entre une chanteuse américaine et un pianiste suisse qui nous a le plus seduit. Le travail sur les résonnances harmoniques de Chloe Levy et Yannick Delez dans "Leinicha" nous amène dans un univers poétique dont on sort bouleversés. Ici un supplément d'âme qui fait tant défaut ailleurs...

Jean-Marc Gelin


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CITIZEN JAZZ

Les amoureux et amoureuses des chanteuses hors format telles Mlles Suzanne Abbuehl, Sidsel Endresen et Claudia Solal seront foudroyés par Chloé Lévy, sa voix évidemment, ses compos, ses (rares) reprises et son sublime pianiste. Allergiques à la poésie, aux paysages gris-bleu et à la délicatesse s’abstenir. On y reviendra...


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VIVA LA MUSICA

Etre enregistré au Rainbow Studio, où l’ingénieur du son Jan-Erik Kongshaug a forgé le son ECM, est déjà une bonne recommandation pour un disque. Un rêve de nombre de musiciens. Mais une fois le rêve passé, la réalité du produit s’impose et celui-ci... est un très bon produit, car les rêves et les rêveries de Chloé Lévy et de Yannick Délez s’y manifestent, ils sont même contagieux. En d’autres mots,votre serviteur se dit touché. Touché par la grâce et le gracile d’un duo voix féminine-piano qui fournit une nouvelle preuve de sa maîtrise du son, du silence, de l’entre-deux, de tenir en haleine quiconque suit ce disque, en se plaçant et en vous plaçant sur un nuage: entre la voix éthérée de la chanteuse et le piano incisif mais oh combien léger du pianiste. On serait tenté d’admettre ne pas savoir à quel sein se vouer, mais on le sait bien: au sein de la musique qui nous est proposée. Tantôt elle rappelle, mais avec beaucoup d’à propos et d’originalité, le Chick Corea de Return To Forever versant classique – écoutez «Petit voyage matinal» de Xavier Good ou «Opossum» de Michel Bastet; tantôt elle éclate sans fracas en mille reflets moirés-changeants-répétitifs en même temps: la longue figure ostinato de «El choral», «Concave» et «Convexe», tous de Yannick Délez. Une chanson nord-américaine, «My Funny Valentine», la poignante mélodie de Richard Rodgers avec les belles et ironiques paroles de Lorenz Hart («Tu as l’air dérisoire,/ Impossible à prendre en photo,/ Mais tu es mon œuvre d’art préférée»), réharmonisée par Michel Bastet pour la rendre flottante-planante avec, à la fin, une touche d’Eric Satie haute ment satie-sfaisante; et «Queen of Sydney» de Paul Mccandless (se rappelle-t-on le groupe Oregon?). Les deux chansons nous livrent un condensé du chant de Chloé Lévy dont la voix ne se pose jamais, car elle plane, elle vole, elle tournoie, elle ne cesse de parcourir son étendue, le tout avec une sorte de réserve, de pudeur. Yannick Délez semble s’être accordé pour toujours vous propose quelques exercices rythmiques: à cette voix féminine et lui aussi rend constamment hommage au silence. Même quand il s’attaque à un thème comme «Leïnicha», (Chloé Lévy), lent, sombre et parsemé de dissonances comme calculées au millimè tre, plein d’espace et de silence: la voix de Lévy ébauche le thème au début et cède la place au piano; la voix revient en des suraigus cristallins pour, sur d’inlassables arpèges du pianiste, se faire plus grave, après quoi elle ne fait que des incursions ponctuelles, de nouveau dans le suraigu. On se dit que nos deux artistes ont eu pleinement raison de titrer le CD d’après ce morceau. Pour vous mettre en appétit sonore, je me permets de traduire les paroles d’une chanson de Chloé Lévy, «Ashes» (Cendres): «Cendres, petites cendres, vous m’avez l’air «Cendres, petites cendres, vous m’avez l’air de restes brillants et tristes d’une lumière disparue / Vous me montrerez des espaces vides, pleins de grâce, créant un large scintillement, / Le fantôme mouvant que j’attends. / Fermés, mes yeux semblent écouter le chemin, je tombe dans la vie / Blessée, je me remets debout vraiment vite, aveugles, mes oreilles cherchent une pointe de lumière connue./ Un combat florissant.» «Ashes, little ashes you seem to me bright sad proud remains of a missing /You will show me empty spaces, full of grace, creating a wide sparkle,/the moving ghost I’m waiting for./Closed my eyes seem to hear the path, I fall in life/Hurt I stand up real fast, blind my ears look for a known crack of light./A blooming fight.»


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TRIBUNE DE GENEVE

Chloé Lévy et Yannick Délez portent l'art du duo jazz vers des sommets de poésie. A 35 ans, le pianiste valaisan a entraîné la chanteuse d'origine new-yorkaise tout là-haut, dans ce studio Rainbow d'Oslo où le label ECM a créé le son irisé qui l'a rendu célèbre. Yannick Délez y déploie une ferveur mélodique inépuisable, Chloé Lévy une présence susuréee, sidérante d'audace et de sensualité.

Lucas Sabbatini


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NOUVELLISTE

JAZZ A L'UNISSON

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Lyrisme, plénitude, espace et pureté. Ce sont les mots qui viennent naturellement à l'esprit à l'écoute de «  Leinicha ». L'album du duo Chloé Lévy et Yannick Délez, enregistré en novembre au studio Rainbow d'Oslo avec Jan Erik Kongshaug à l'enregistrement vient d'être porté sur les fonts baptismaux. Le duo le propose sur scène ce samedi à la Ferme-Asile. «  Jan Erik a enregistré des disques qui nous ont beaucoup influencés. De l'avoir pour cet album c'est comme si nous avions fait un film et que nous avions pu choisir le directeur de la photographie », explique Chloé Lévy. La jeune vocaliste - elle est née à New York en 1979 - a été lauréate du concours pour solistes Let's Jazz Together. La rencontre avec le Martignerain Yannick Délez s'est faite à l'école de Jazz et de musiques actuelles de Lausanne. Chacun ayant ses propres formations, Piano Seven pour Délez, Kéa pour Lévy entre autres, l'idée du duo est venue plus tard. Couple à la ville, Délez-Lévy ne cherchaient pas à être couple sur scène. «  Nous voulions trouver le bon moment pour monter un groupe ensemble », note la chanteuse.

Ils l'ont certainement trouvé, tant «  Leïnicha » respire la fusion de deux musiciens au même tempérament, se mariant par l'alchimie de la voix et du piano. L'idée du duo ne s'est même pas imposée à eux, elle était naturelle. Un autre instrument dans cette pure symbiose n'aurait été que superfétatoire. On a l'impression que Jan Erik Kongshaug n'a eu qu'à poser les micros pour capter cette atmosphère. «  Je suis très pointilleuse sur la qualité du son. Et souvent je me bats avec les ingénieurs. Et là au Rainbow studio, dès le départ, la balance était parfaite, le son était parfait. » Parce que certainement ce qui se passait devant le micro était parfait... Pour preuve l'appropriation de « My Funny Valentine » en état de grâce par l'arrangement de Michel Bastet. Doigté au réminiscences étonnamment classiques et voix se jouant des octaves, «  Leïnicha » a la pureté de la sincérité.

Didier Chammartin


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24 HEURES

NE PLUS FAIRE QU'UN

Chloé Lévy et Yannick Délez entre l’eau et le ciel, à l’image de Leinicha album entrelaçant une chanteuse qui ne manque pas d’air et un pianiste très fluide. DR |


La réunion de deux musiciens qui se sont embarqués en autodidacte. «Créer de la musique, c’est devenir un, se mêler dans un son, une entité», confie la chanteuse. Commençons tout de même par séparer les destins.
Née à New York, Chloé Lévy s’est mise à chanter à la maison sur des disques de R & B et de soul contemporains, avant de s’intéresser aux productions des années 1960. On la retrouve dans les chœurs des premiers albums du groupe de rap Double Pact mais, très vite, les musiques électroniques l’ennuient. «Trop peu nourrissant émotionnellement…» Pour chasser «plus profond», elle ressent le besoin de «ne pas subir, de fouiller». Elle prend des cours à l’EJMA et joue avec Michel Bastet, pianiste qui lui a beaucoup appris et auquel son dernier album rend hommage avec le standard My Funny Valentine, interprété sur les arrangements du Genevois.

Quant à Yannick Délez, il a d’abord embouché une flûte à l’âge de six ans avant de s’attabler au piano à l’adolescence, explorant pendant huit ans le clavier sans aide extérieure. «Une pratique en solitaire qui génère son lot de mauvaises habitudes mais qui permet de découvrir des combines, de trouver un jeu qui ne soit pas formaté», se souvient ce pianiste intense originaire du Valais, parti soigner sa solitude du côté de Piano Seven dont il est membre depuis 2000. Sans surprise, son premier album sous son nom, Rouges (2003), était dévolu à l’exercice du solo. L’autodidacte est pourtant devenu prof et enseigne à l’EJMA de Lausanne.
Côte à côte

Chloé Lévy et Yannick Délez sont désormais côte à côte, dans la vie, où ils habitent ensemble à St-Prex, sans voisins pour se plaindre de leurs répétitions continuelles, et en musique, sur Leinicha, album envoûtant d’un duo que l’on sent en entente étroite. Trois jours d’enregistrement à Oslo dans le studio de Jan-Erik Kongshaug, ingénieur du son attitré du prestigieux label d’ECM. «On voulait sa patte d’artiste», convient Yannick Délez tandis que Chloé Lévy se rappelle que «dix minutes après être entrés dans le studio, le casque sur les oreilles, et le son était déjà génial».

«Il a enregistré un disque fabuleux de Jarrett en 1972 déjà, mon année de naissance», souffle le pianiste. «Il a une vie d’avance sur nous», renchérit la chanteuse. Kongshaug a donc joué le rôle de troisième élément, «transparent», pour ce disque composé d’air et d’eau, qui laisse jaillir les ruisselets bondissants, hypnotiques du piano et les courants vifs d’une voix qui plane et tourbillonne tour à tour.

Le duo n’est pas venu les mains vides, étudiant avec soin les compositions – pour la plupart originales – de son répertoire avant de se lancer. Avec ses vertiges vocaux – ces «risques indissociables de l’expression» pour Chloé Lévy – enserrés par les filets d’un piano acharné, Leinicha dévoile des remous, des cascades et des bourrasques comme des secrets libérés à ciel ouvert. «Nous visions la perfection mais dans la fragilité: exprimer quelque chose d’humain, pas de plastifié, sans aspérité», revendique Yannick Délez. Démarche accomplie avec une force de conviction tout aérienne. ?

Boris Senff


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"Rouges" - piano solo


A.G.M.J (CH)
Févr 2006

L'exercice du solo tant craint par les pianistes ne semble pas effrayer Yannick Delez. Au contraire, on sent qu'il y est très à l'aise, et pour cause. Son jeu pianistique peut être résumé comme suit : mise en place diabolique, précision du doigté, lyrisme, richesse harmonique et une grande rigueur dans la construction de ses thèmes originaux et de leur interprétation.(...)

Pierre Losego


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Jazzman (FR)
déc 2003


(...)l'on pense à Keith Jarrett, à Enrico Pieranunzi ou à Brad Mehldau: une famille de pensée qui   privilégie le lyrisme romantique et les choix harmoniques sophistiqués.

Arnaud Merlin


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Swissdisc (CH)
fév. 2004

Yannick Délez, belegt mit seinem Solo-Debüt, dass er künftig zu den grossen Jazzpianisten der Schweiz zu zählen ist.


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24 heures (CH)
févr. 2004

...Ses composItions, tour a tour incisives ou d'une sensibilité faussement' candide, le pianiste les développe judicieusement. Trois standards permettent de mesurer la maturité du bonhomme, dont un Bye Bye Black Bird fait d'audaces rythmiques et un Giant Steps tout en contre-chants. Le pied.

Nicolas Zeitoun


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Swiss Jazzorama (CH)

Le pianiste Yannick Delez nous emmène vers un voyage musical d'une rare beauté. Il dispose d'une technique étonnante qu'il applique intelligemment. (...) des harmonies très travaillées, dont le fond musical est soutenu par un rythme solide et toujours sous tension.


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Jazzspace (COR)


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Radio suisse romande « La Première » (CH)

Compositeur averti et arrangeur pointu, il développe un jeu de piano très personnel, fondé sur des ostinati rythmiques et une technique réellement originale. Son premier disque solo (« Rouges » c/o Altrisuoni ) a séduit la critique internationale, et ses concerts sont toujours des moments d'une rare intensité musicale.


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Jazzit (IT)

Incidere e pubblicare un disco di piano solo è sempre operazione rischiosa. Difficile la scelta del materiale, complesso J'allestimento di un programma, delicatissim'o il tipo di approccio timbrico/esecutivo   da prediligere. Yannick Délesz, svizzero, appena trentenne, affronta il suo primo "solo" dopo una carriera densa di attività e riconoscimenti, nel corso della quale si è misurato col jazz, con la composizione,    con la musica colta. E se tra le pagine di questo suo interessante   "Rouges" tutti questi elementi affiorano con naturalezza, a colpire, al primo ascolto, è la furente padronanza tecnica dei musicista. l'iniziale Bye Bye Blackbird mostra un gioco della mano sinistra corne raramente ci è capitato di ascoltare: preso a modello il Jarrett giovanile delle torrenziali improwisazioni (Colonia, Brema, Losanna), Délez frammenta e puntillizza il tema pogiandolo su uno dei tipici pattern ad anello del pianista di Allentown, mettendoci di , suo una velocità, una precisione e un controllo trascendentali.

Il trattamento dello standard è pertinente, e non nasconde una certa sagacia espressiva. La stessa che Délez   mostra anche quando affronta altre pagine impegnative (Giant Steps, About 'Round Midnight - sic -), ma che, invece, tende a latitare nelle   sue composizioni, a tràtti esaltate da una ipercinetica esuberanza, o sprofondate in una cupa immobilità. Ma Légende, Rouges ed Ethyle meritano più ascolti.                            


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Die Neue Zurcher Zeitung (CH)

Yannick Délez: der reife Newcomer

kl. Vom 1972 in Lausanne geborenen Pianisten Yannick Délez hat man bisher bestenfalls als Mitglied des Ensembles "Piano 7" Notiz genommen. Dies dürfte sich nach dem Erscheinen seines Solo-Débutalbums "Rouges" ändern. Délez verfügt über eine stupende Technik, die er stets gezielt und intelligent einsetzt. Seine rasante Version des Standards "Bye Bye Blackbird" oder die pointillistisch dargebotenen Variationen über die reharmonisierte Jazzknacknuss "Giant Steps" dokumentieren sein sicheres Jazzfeeling und einen grossen Einfallsreichtum. Noch interessanter sind die eigenen Stücke, welche französisches Parfum versprühen. Délez scheint stark von Komponisten wie Ravel und Messiaen beeinflusst zu sein und malt subtile, geheimnisvoll-expressive Klangbilder, die allerdings stets mit solider Jazzharmonik und -rhythmik unterlegt sind. Es ist erfreulich, dass der junge Künstler von Anfang an in grossen Dimensionen denkt und sich nicht zunächst als unsicherer Epigone in der zunehmend kompetitiven Jazzwelt zu etablieren versucht.

Liebmann N.


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